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Tecrübe Puanı: 62 | Die Bedeutung der Erziehung Für den Dialog Jahrhunderte der Isolation und ständige Konflikte haben hohe Mauern zwischen Völkern, Kulturen, Ländern und Religionen errichtet. Anstatt einander zu lieben, wurden die Menschen gelehrt, einander zu hassen. Armut, religiöser Fanatismus und Krieg waren die Folge.
Obwohl es im Vergleich zu früher heute viel mehr Möglichkeiten gibt, miteinander zu kommunizieren, ist die internationale Staatengemeinschaft mit schweren ökonomischen, sozialen und kulturellen Problemen konfrontiert. Das Ungleichgewicht zwischen den Nationen wächst, und viele Konflikte und Spannungen bedrohen Frieden und Sicherheit in der Welt. Allein aus dem aktuellen Tagesgeschehen, das uns Abend für Abend in den Nachrichten präsentiert wird, lässt sich leicht ablesen, wie viele brutale Kriege und bewaffnete Auseinandersetzungen im Gange sind. Ein Beispiel bildet der Bosnienkonflikt. Zwar ist der Krieg längst zu Ende, doch hat er tiefe traumatische Narben im kollektiven Gedächtnis der Völker der Region hinterlassen. Auch der nicht enden wollende Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hat beiden Völkern schwere Wunden zugefügt. Weitere Krisenherde sind Kaschmir, Afghanistan, Tschetschenien oder diverse Kriegsgebiete in Afrika. Da unter diesen Konflikten so viele Menschen zu leiden haben, stellt sich natürlich die Frage, warum die Menschen ihre Probleme nicht lösen, indem sie miteinander sprechen und nach Lösungen suchen, von denen alle profitieren. Was hält sie davon ab? Wer oder was ist für dieses fatale Versäumnis verantwortlich zu machen?
Ich behaupte, es gibt ein ‚Wundermittel‘, das hier Abhilfe schaffen kann: gute Erziehung. Hinter dem Wort Erziehung verbirgt sich jedoch mehr, als man vielleicht annehmen würde. Versuchen wir uns also an einer Definition:
Die Erziehung soll dem Menschen dabei helfen, selbstbestimmt zu handeln, sich zu beherrschen und sein Leben an sittlich-vernünftigen Werten zu orientieren. Sie soll ihn in die Kultur einführen, in der er lebt, und ihn darauf vorbereiten, mit anderen Menschen zusammen zu leben und deren Wertvorstellungen zu akzeptieren.
Oder:
Unter Erziehung versteht man Handlungen, über die man versucht, Individuen in die Lage zu versetzen, ihr soziales Gefüge dauerhaft zu verbessern oder dessen für wertvoll beurteilte Bestandteile zu erhalten. Dies soll geschehen, indem man den Individuen Anregungen gibt, wie Verbesserungen Schritt für Schritt durchzusetzen sind, indem man für diese Verbesserungen wirbt und indem man andererseits die Stabilität der sozialen Struktur zu wahren versucht.
Schon in der Frage, was Erziehung eigentlich ist, besteht also keineswegs Einigkeit. Noch umstrittener ist jedoch, was das Ziel der Erziehung sein soll. Hier fünf mögliche Antworten:
Der einzige Sinn der Erziehung besteht darin, jungen Menschen zu vermitteln, wie sie ihr Leben leben können. Dazu soll sie ihren Verstand schulen und sie darauf vorbereiten, mit der Realität umzugehen. Diese Schulung muss auf theoretischer Ebene erfolgen. Der Schüler muss lernen selbstständig zu denken, zu verstehen, Neues zu verarbeiten und Dinge zu beweisen. Er muss mit den wichtigsten Erkenntnissen aus der Vergangenheit vertraut gemacht und in die Lage versetzt werden, sich auf eigene Faust weitere Kenntnisse anzueignen.
Die zentrale Aufgabe der Erziehung lautet, den Schülern einen festen Willen und die Fähigkeit zu lernen einzupflanzen. Sie muss keine gelehrten, sondern lernfähige Menschen hervorbringen. Die beste menschliche Gesellschaft ist eine lernende Gesellschaft, in der Großeltern, Eltern und Kinder gleichermaßen Schüler sind.
Hauptaufgabe der Schule ist, die Leistungsfähigkeit der Schüler zu maximieren.
Das eine große Ziel der Erziehung besteht darin, den Menschen in die Lage zu versetzen, Fragen zu stellen.
Eine gute Erziehung sollte uns eine Ahnung davon vermitteln, wie wir denken sollen, und nicht was wir denken sollen. Sie sollte unserem Verstand beibringen, selbstständig zu denken, und unser Gedächtnis nicht mit zu vielen Gedanken von anderen Menschen belasten.
Allein diese Zitate belegen, wie schwierig es ist, Ziele für die Erziehung zu definieren, die allseits Zustimmung finden. Wenn wir uns von der Erziehung versprechen, dass ihr in der Zukunft eine Schlüsselrolle bei der Lösung von Konflikten zukommt, dann müssen wir andererseits natürlich davon ausgehen, dass Erziehung in der Vergangenheit oft falsch verstanden wurde, dass zu viele Menschen zu oft zum Hass anstatt zur Kooperation erzogen wurden. Die Erziehung ist immer auch ein Instrument in den Händen der Erziehenden. Sie sind es, die darüber entscheiden, welchem Zweck ihre Erziehung dient und ob sie positive oder negative Auswirkungen hat. Sie geben ihrer Erziehung eine politische, nationale, religiöse, antireligiöse oder wie auch immer geartete Richtung. Niemand wird als Erzieher geboren. Darum müssen Menschen, die erziehen, gut auf ihre Aufgabe vorbereitet werden.
Mit Hilfe guter Erziehung können die dringendsten Probleme der Menschheit gelöst werden. Wenn wir uns auf wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Ebene weiterentwickeln wollen, müssen wir in die Ressource Mensch investieren und gleichzeitig an überlebenswichtigen Zielen wie der Beseitigung der Armut, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Umweltschutz festhalten. Wir sollten unsere jungen Generationen mit Werkzeugen ausstatten, die ihnen die Chance geben, einen tief gehenden Wandel herbeizuführen. Zu diesen Werkzeugen zähle ich Wissen, Lernfähigkeit und soziale Verantwortung.
Im neuen Jahrtausend werden wohl auf fast jedes Land der Erde neue große Herausforderungen zukommen. Der Druck der Globalisierung hat schon heute eine neue Weltordnung geschaffen, deren einzige Konstante der Wandel ist. Es scheint fast so, als sei die Erziehung das einzige und entscheidende Fundament, auf dem sich eine Kultur des Friedens und des Dialogs zwischen den Zivilisationen aufbauen ließe. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass alle Menschen die unverzichtbaren weltweit anerkannten Werte kennen lernen dürfen. Solidarität, Toleranz, Menschenrechte, Freiheit und Menschlichkeit spielen in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Rolle. Über eine gute Erziehung lassen sich darüber hinaus auch nationale und lokale kulturelle Werte weitergeben. Schließlich sollte eine gute Erziehung auch auf sensible Art und Weise wissenschaftliches und technologisches Wissen vermitteln, ohne dabei die Gefühle der Menschen zu verletzen.
__________________ İmtisali cahidu fillah olubtur niyetim,
Dini islamın mücerred gayretidir gayretim.
Fazlı Hak ve hikmeti cündü ricalullah ile,
Ehl-i küfrü serteser kahreylemektir niyetim.
Embiyau evliyaya istinadım var benim,
Lütfü Haktandır hemen ümidi fethu ve nusratım.
Nefsim ve malımla nola kılsam cihanda içtihad,
Hamdülillah var gazaya sad hazaran rağbetim.
Ey Muhammed! Mucizatın Ahmedi muhtar ile,
Umarım galib ola Edayı dine devletim! |