Eine Veranstaltung der Islamischen Glaubensgemeinschaft
mit
Mag.a Rossalina Latcheva, Mitautorin der neuen Studie zum Thema
Mag.a Zeynep Elibol, Direktorin der Islamischen Fachschule für soziale Bildung, Forum Muslimische Frauen
Dr.in Angelika Breser, Frauennotruf der Stadt Wien, MA 57
Dr.in Sabine Strasser, Ethnologin und Anthropologin
DI Tarafa Baghajati, Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
moderiert von Mag. Mouhanad Khorchide
Zeit: Donnerstag, 22. März 2007, 19.00 Uhr
Ort: Islamische Religionspädagogische Akademie, 7., Neustiftgasse 117
Eine Studie der Stadt Wien zum Thema "Zwangsehe" vermittelt ein differenziertes Bild auf ein vielschichtiges Problem. Wie können vernünftige Handlungsstrategien abgeleitet werden? ExpertInnen
präsentieren aus verschiedenen Blickwinkeln praktische und realitätsbezogene Lösungsansätze.
Zur neuen Veranstaltungsreihe: "Wollt Ihr nicht nachdenken?", deren Auftakt die Diskussion bildet:
Die muslimische Tradition der Wissenssuche soll nach diesem, dem Koran entnommenen Motto belebt werden: Die Lust Fragen zu stellen und sich neugierig auf einen Diskurs einzulassen.
Die Situation als Minderheit in Europa bringt Musliminnen und Muslime in eine Art beständigen Dialogs von der privaten Ebene bis hin zur medialen Debatte. Konfrontiert mit häufig misstrauischen Fragen müssen sie sich mit einem negativen Image herumschlagen und gleichzeitig die Größe aufbringen, auch zuzugeben, dass Vorbehalte nicht ganz von ungefähr kommen. Bilder von Terrorismus haben sich tief eingebrannt und passen so gar nicht zur "Religion des Friedens", die Integrationsthematik spült Fragen nach der Vereinbarkeit des Islam mit Europa nach oben.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich möchte hier gemeinsam mit dem Institut für Islamische Religionspädagogik an der Universität Wien einen Akzent zur konstruktiven Aufarbeitung setzen. Im Festsaal der IRPA, der Islamischen Religionspädagogischen Akademie, sollen aktuelle Themen bewusst nicht nur aus muslimischer Perspektive besprochen werden, sondern gemeinsam mit Gästen. In der Begegnung von Außensicht und Innensicht werden in der direkten Konfrontation Impulse für einen kritischen Diskurs möglich. Eingebettet in den österreichischen gesellschaftspolitischen Kontext soll dem dynamischen Anspruch des Islam nach einer dem jeweiligen Hintergrund angemessenen Auslegung Rechnung getragen werden.