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Die Kreuzigung Jesu in islamischer Sicht
Alt 03-22-2007, 00:10   #1 (permalink)
Phoenix
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Die Kreuzigung Jesu in islamischer Sicht

Bei der Beurteilung der Kreuzigung Jesu ergeben sich zwischen Islam und christlichem Glauben besonders große Differenzen. Während die Bibel Kreuzigung und Auferstehung, also das Erlösungs- und Versöhnungswerk Jesu, als Zentrum des christlichen Glaubens auffasst (s. etwa 1. Kor 15,12ff.), spielt das Ereignis im Koran nur eine sehr untergeordnete Rolle. Der Koran enthält nur einen einzigen Vers zur Kreuzigung, der zudem sehr schwer zu deuten ist und daher von muslimischen Theologen unterschiedlich ausgelegt wurde. Bei allen Differenzen ist sich die muslimische Theologie jedoch darin einig, daß die Kreuzigung Jesu, so wie die Evangelien sie berichten, keinesfalls stattgefunden haben kann.


Der Koran über die Kreuzigung



Sure 4, 157+158 sagt über die Juden (Die Texte in Klammern sind Hinzufügungen des Übersetzers ): "... und (weil sie) sagten: 'Wir haben Christus Jesus, den Sohn der Maria und Gesandten Gottes, getötet.'- Aber sie haben ihn (in Wirklichkeit) nicht getötet und (auch) nicht gekreuzigt. Vielmehr erschien ihnen (ein anderer) ähnlich (so dass sie ihn mit Jesus verwechselten und töteten) ... Und sie haben ihn nicht mit Gewissheit getötet (d.h. sie können nicht mit Gewissheit sagen, dass sie ihn getötet haben). Nein, Gott hat ihn zu sich (in den Himmel) erhoben" (Paret-Übersetzung).

Interessanterweise geht der Koran auf die Bedeutung der Kreuzigung als Erlösungstat überhaupt nicht ein.

Der Vers in Sure 4,157-158 ist nun im Arabischen so vieldeutig, dass muslimische Theologen - vor allem ab dem 19. Jahrhundert - mehrere Auslegungen erwogen haben:

1. Niemand wurde gekreuzigt: Dann würde der Vers bedeuten, dass
die Juden zwar planten, Jesus zu kreuzigen, aber "es erschien
ihnen nur so, als ob" eine Kreuzigung Jesu stattgefunden hätte.
Manche muslimischen Ausleger haben mit Rückgriff auf die
historisch-kritische Bibelauslegung vertreten, dass Jesus aufgrund
der in der Bibel berichteten Finsternis und des Erdbebens der
Hinrichtung entging und von Gott rechtzeitig in den Himmel
erhoben wurde.

2. Jesus wurde zwar gekreuzigt, aber auf Gottes Ratschluss hin, nicht
aufgrund der Pläne der Juden: Man könnte vom Wortlaut auch
annehmen, dass Jesus zwar gekreuzigt wurde, aber nicht, weil die
Juden dies beabsichtigten, sondern letzten Endes, weil Gott es so
beschlossen hatte. Die Betonung wäre dann: "Sie haben ihn nicht
getötet" (sondern Gott war der Verursacher seines Todes).
Allerdings ist diese Meinung in der muslimischen Theologie heute
eine Außenseiterposition.

3. Ein anderer wurde an Jesu Stelle gekreuzigt: Dann würde man
auslegen: "Er, Jesus, erschien ihnen so, als ob er gekreuzigt
wurde," was bedeutete, dass Jesus selbst nicht gekreuzigt wurde,
sondern ein anderer entweder unabsichtlich mit Jesus verwechselt
wurde (so etwa Muhammad Taufîq Sidqî oder der schiitische
Theologe Muhammad Husain Tabâtabâ'î) oder dass Gott einen
anderen Menschen in Jesus verwandelte, der dann an seiner Stelle
gekreuzigt wurde.

Diese Deutung wird heute in der islamischen Welt wohl am häufigsten vertreten. Wer an Jesu Stelle gekreuzigt wurde, darüber gibt es wiederum zahlreiche Ansichten; meist wird jedoch Judas als der genannt, der die Strafe der Kreuzigung für seinen Verrat verdient hatte. Das ist auch die Auffassung des sogenannten "Barnabasevangeliums", einer europäischen Evangelienfälschung aus der Zeit des 14.-16. Jahrhunderts, das den Anspruch erhebt, das einzige wahre Evangelium von Jesus Christus zu sein, aber pointiert biblische Lehren bekämpft und viele muslimische Auffassungen vertritt. Darüberhinaus haben muslimische Theologen auch viele andere Theorien über das 'Kreuzigungsopfer' vertreten, so z. B., daß sich Petrus, freiwillig als 'Ersatz' gemeldet habe, als Jesus ihm dafür das Paradies versprochen habe. Ebenso werden Simon von Kyrene, der das Kreuz trug, erwogen, sowie ein Wächter Jesu oder ein Mensch, den Gott in diesem Moment erschuf, der Satan, Jesus Barabbas, ein jüdischer Rabbi oder ein römischer Soldat. In der Neuzeit überwiegt in der muslimischen Koran Auslegung auf jeden Fall die 'Substitutionstheorie', also die Auffassung von einem 'Ersatz', der an Jesu Stelle gekreuzigt, aber aufgrund der von Gott bewirkten 'Ähnlichkeit' für Jesus gehalten wurde, so dass die Umstehenden der Meinung waren, sie hätten Jesus selbst gekreuzigt. Dann sei Jesus mit dem Geist oder mit Körper und Geist lebendig in den Himmel aufgenommen worden.
Muslimische Argumente gegen die Kreuzigung

Obwohl die genaue Bedeutung des koranischen Kreuzigungsverses letztlich dunkel bleiben muss, haben die meisten islamischen Theologen den Vers als klare Negation der Kreuzigung Jesu verstanden. Denn gegen die Kreuzigung sprächen auch folgende Argumente:

1. Kreuzigung bedeute Niederlage: Damit wäre das Scheitern der
Mission Jesu erwiesen: Von den Jüngern verlassen, von Judas
verraten, von Petrus verleugnet, stirbt Jesus ohne sichtbaren
Erfolg vieler Bekehrungen oder der Errichtung eines Weltreiches.

2. Kreuzigung bedeute Schmach: Die Hinrichtung Jesu am Kreuz
käme einem so geachteten Propheten nicht zu, sondern nur
einem Frevler oder Verbrecher.

3. Auch die Bibel stütze die Kreuzigung nicht: Muslimische Theologen
haben vor allem ab dem 19. Jahrhundert europäische Vertreter der
historisch-kritischen Bibelauslegung als 'Beweislieferanten' für ihre
Auffassung von der Unglaubwürdigkeit der Kreuzigung
herangezogen.

4. Die Kreuzigung und stellvertretende Erlösung seien intellektueller
Unsinn. Der Gedanke, dass der Tod eines Menschen (und so
beschreibt der Koran Jesus) für einen anderen Menschen
irgendetwas bewirken könnte, ist mit dem menschlichen Verstand
nicht zu vereinbaren. Das Jesus als Unschuldiger litt, macht die
Sache noch 'unglaubwürdiger'.
5. Die Vorstellung der Kreuzigung stamme aus den heidnischen
Religionen: Bedeutende muslimische Apologeten wie der Kairiner
Religionswissenschaftler und Jurist Muhammad Abû Zahra
(1898-1974) oder der in Cambridge promovierte Historiker und
ägyptische Religionswissenschaftler Ahmad Shalabî haben
argumentiert, dass Lehren wie die Dreieinigkeit, Gottessohnschaft
und Erlösung keine ursprünglichen Lehren des Christentums seien,
sondern erst von Paulus, dem 'Verderber des Christentums', nach
Jesu Tod aus dem römisch-heidnischen Umfeld und aus den
Religionen Tibets, Nepals oder Indiens ins Christentum
übernommen wurden.

Konu Phoenix tarafından (03-22-2007 Saat 22:46 ) değiştirilmiştir..
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Alt 03-22-2007, 19:50   #2 (permalink)
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Alt 03-22-2007, 21:02   #3 (permalink)
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Lieber Enes.
Falls du dir beide Beiträge (meine und deinen Link) gut durchließ habe ich da nichts falsches rein geschrieben.
Im Prinzip ist es ziemlich ähnlich.
Abgesehen davon, dass du es auf "Wir" und "Allah" ich es aber allgemein gehalten habe.

Lg.
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Alt 03-22-2007, 21:12   #4 (permalink)
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Kannst du eventuell auch auf diesen Beitrag eine weise Antwort liefern?
Ich bitte darum!


Der Mensch versucht seit Anbeginn die Gebote Gottes zu verfälschen und die Regeln zu seinem eigenem Nutzen zu untergraben!

Es ist überhaupt nicht war, dass die Christen Schweinefleisch essen dürfen!

Genau genommen haben die Christen komplett die gleichen Speisegesätze und sogar Reinheitsgesätze wie die Mosleme!

Das Problem ist nur folgendes, dass es Menschen gab die diese Gesetze aus der Bibel und daher speziell aus dem ALTEN TESTAMENT weggelassen bzw. "gelöscht" haben! Das wird natürlich nicht erwähnt, denn diese Gesetze die jeder Gläubige Christ befolgen !MUSS! hätten schon damals Meschen daran gehindert an mehr Geld zu kommen! (überlegt mal: ein Schwein hat man damals überall halten können und es hat alles essen können (sogar Abfall!), daher war das billiger als z.B.: ein Lamm). Das war jetzt nur ein ganz einfaches Beispiel. Aber diese Missetat die solche Leute verbrochen haben geht noch viel tiefgründiger in die Wirtschaft und somit wieder in das Geld "scheffeln" dieser Leute.
Wir Christen müssten normalerweiser all die Speisegesetze und Reinheitsgesetze befolgen, die Juden und Moslems befolgen!!!!
Doch das tun wir nicht! Das ist ganz schlimm, denn wir schaden uns daher nur selber (abgesehen davon dass dies große Sünden sind, die wir begehen!).
Man darf nur dann Schweinefleisch essen, wenn man überhaupt keine Wahl hätte: also nur dann wenn man ansonsten sterben würde! Dann darf man alles essen was verboten ist, aber nur dann wenn sonst nichts anderes unverbotenes da ist und man keine andere Wahl hat, weil man sonst stirbt!!! Nur dann ist es erlaubt! Und auch nur solange, bis man gerettet wird/ist; dann hat man als Christ die Pflicht wieder das Speisegesetz einzuhalten!!
Doch leider wissen das viele Christen (99,5% auf der Welt) nicht!
Aber es ist wahr!
Also jeder gute Christ, der das liest, soll sich zumindest an das Reinheitsgesetz (darunter fallen auch das Speisegesetz der Moslems) halten.
Bei den Juden steht es in der Tora (es ist unter dem Levitikus - Buch zu finden).
Im Koran steht das wie in der Tora drinnen.
Und in der Bibel stand es vor langer Zeit im Alten Testament drinnen
(jetzt leider schon lange nicht mehr!)
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Alt 03-22-2007, 21:20   #5 (permalink)
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Nun Elet ich bin gespannt was Enes dazu Beitragen kann!
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Alt 03-22-2007, 22:32   #6 (permalink)
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Elet, ich stimme dir total zu. ich finde, dass es auch so geschehen ist, wie du es geschildert hast.
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Kâfir bile olsa, hiç kimsenin kalbini kirma! Kalb kirmak, Allahü teâlâyi incitmek demektir. Ahmed Yesevî Rahmetullahi aleyh
Allah Resulü (s.a.v.) buyurdu ki:
Allah katinda duadan kiymetli bir ibadet yoktur

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Alt 03-23-2007, 01:36   #7 (permalink)
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Zunächst einmal habe Ich diesen Ausdruck "Fakten statt Probaganda" in allgmeinen benutzt, d.h. Probaganda seitens des Vatikans usw.


Desweiteren: Seit der Erschaffung des Menschen hat es immer zwei deutlich voneinander unterschiedene Gesellschaften gegeben: Die ignorante Gesellschaft und die Gemeinde der Gläubigen. All diejenigen, die es ablehnen, die, von der Religion gesetzten Grenzen einzuhalten, machen die ignorante Gesellschaft aus. Trotz Unterschieden in ihren Doktrinen, Denk- und Lebensweisen ist es ein fundamentales Prinzip, das die Existenzgrundlage aller ignoranten Gesellschaften bildet - die Abwendung von der wahren Religion. Die Mitglieder der ignoranten Gesellschaft begrenzen ihren Ausblick mutwillig auf das diesseitige Leben; im folgenden Vers, sind sie auf diese Weise beschrieben:

Die aber, die nicht auf die Begegnung mit Uns hoffen und an dem Leben dieser Welt Gefallen finden und davon befriedigt sind, und diejenigen, die Unsere Zeichen außer Acht lassen... (Sure 10:7 - Yunus)

Gewiss, jene lieben das Momentane und einen gewichtigen Tag schlagen sie in den Wind. (Sure 76:27 - al-Insan)

Es ist in keiner Weise falsch sich der Gaben dieser Welt zu erfreuen; Allah hat sie geschaffen und in den Dienst des Menschen gestellt. An diesem Punkt jedoch verfallen die Mitglieder der ignoranten Gesellschaft einem Irrtum. Zum einen sind sie nie zufrieden mit dem, was sie haben, sondern wollen immer mehr haben. In den Worten des Qurans, "sie sind getäuscht durch diese Welt" und was am schwersten wiegt, sie empfinden keine Dankbarkeit gegenüber ihrem Schöpfer, dem alleinigen Gönner, der ihnen diese Gaben beschert.

Dies ist genau der Grund, warum alle ignoranten Gesellschaften seit jeher, unbeachtet der Unterschiede ihrer Lebensweisen, ihres Wohlstands, ihrer Rassen, Hautfarben und Sprachen immer eine erstaunliche Ähnlichkeit in Bezug auf ihre grundsätzlichen Argumente und Mentalität an den Tag legten. Ob es sich um den primitivsten Volksstamm oder um die glorreichste Zivilisation der Menschheitsgeschichte handelt, ob es eine Gesellschaft in der entferntesten Antike oder eine zeitgenössische ist, das Ziel aller Gesellschaften, deren Existenz in der Ignoranz verwurzelt sind, war immer nur ein und das gleiche - weltlicher Gewinn.


Ein weiteres charakteristisches Merkmal der ignoranten Gesellschaften ist die Art und Weise, auf die sie Information über das Leben erhalten. Anstatt ihr Wissen über das Leben aus den, von Gott offenbarten heiligen Schriften zu beziehen, verlassen sich ihre Mitglieder auf die Überlieferungen und Traditionen ihrer Vorfahren (Eltern, Großeltern usw.) Die Ahnen, welche die unwandelbaren Lehrmeister der ignoranten Gesellschaft sind, "unterweisen" die jeweiligen neuen Generationen in der "Religion der Ignoranz" und deren Moralität, ebenso, wie sie ihrerseits durch die vorhergehenden Generationen in die Grundsätze dieser korrumpierten Religion eingeweiht worden waren. Auf diese Weise ist das Fortbestehen dieser primitiven Religion gesichert.

Erstaunlicherweise wird dieses, von einer auf die nächste Generation überlieferte System niemals in Frage gestellt. Jeder Informationsinhalt wird als erwiesene Tatsache hingenommen. Alle Beurteilungswerte, ob falsch oder richtig, werden an die nächste Generation weitergegeben um erneut zu bedingungslosem Einsatz zu kommen. Solch ein Überlieferungsmechanismus baut natürlich dem Aufkommen jeglicher Zweifel bei der jeder neuen Generation vor, so dass es dieser gar nicht erst in den Sinn kommt, die Verlässlichkeit des Systems in Frage zu stellen.

Der Quran weist auf die unkritische und bedingungslose Unterstützung, welche dieses System erfährt, hin, sowie auch darauf, wie sich die ignoranten Menschen von der Führung Allahs abwenden, ohne auch nur die Notwendigkeit zu empfinden, darüber nachzudenken:

Und wenn ihnen gesagt wird, dem zu folgen, was Allah offenbarte, so sagen sie: "Wir folgen dem, worin wir unsere Väter vorfanden." Selbst dann, wenn ihre Väter nichts verstanden hatten und nicht recht geleitet waren? (Sure 2:170 - al-Baqara)



Der Quran enthüllt noch eine andere wichtige Gegebenheit in Bezug auf die ignoranten Gesellschaften. Sie machen immer die Mehrheit der Bevölkerung aus im Vergleich mit der Gemeinde der Gläubigen. Der Quran bestätigt, dass die Gläubigen immer in der Minderheit sind:

Und die meisten Menschen glauben nicht, wie sehr du es auch wünschen magst. (Sure. 12:103 - Yusuf)

... und sie glauben nicht, außer einigen wenigen (Sure 4:46 - an-Nisa)

... Ja, die meisten von ihnen glauben nicht. (Sure 2:100 - al-Baqara)

Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, außer dass sie Ihm Teilhaber zuschreiben. (Sure 12:106 - Yusuf)

Das ist gewiss kein Zufall, sondern eine besondere Situation, die mutwillig von Allah zu einem bestimmten Zweck so eingerichtet wurde. Dass sich die Gläubigen in der Minderheit befinden, macht ihr tugendhaftes Verhalten in dieser Welt umso wertvoller und darüber hinaus wird ihre Belohnung im Jenseits durch diesen Faktor erhöht. Diese Welt hat sicher ihre Versuchungen, als ein grundlegendes Element der Prüfung, als die sie von Allah vorgesehen war, doch wenn der Geist des Menschen vollkommen mit der Vorsorge um die Ewigkeit beschäftigt ist, und seine Handlungen dementsprechend sind, gewinnt er gewiss einen Vorrang über die Mehrzahl seiner Mitmenschen, die sich von den Attraktionen der weltlichen Güter verführen lassen.

Gleichzeitig ist dies eine bedeutende Angelegenheit in der Prüfung der Ungläubigen, denn die Mehrheit der Leute sind gewöhnt den generellen Verhaltensmustern der Gesellschaft zu folgen. Sie gehen davon aus, dass die generellen Sitten der Gesellschaft rechtschaffen sind und mit der gleichen Logik wird angenommen, dass die Wahrheit von der Mehrheit vertreten wird, wogegen die Anschauungen der Minderheit mit Zweifel und Vorsicht angegangen werden muss. Kurz gefasst, wenn die Leute im Zustand der Ignoranz durch die Führung Allahs dazu aufgefordert werden, den geraden Weg der Wahrheit zu beschreiten, verweigern sie dies unter dem fadenscheinigen Vorwand, das ein dementsprechendes Handeln nicht den anerkannten gesellschaftlichen Normen entspräche. Populäre Anerkennung jedoch kann in keiner Weise ein Kriterium der Wahrheit sein.

Diese sozialen Normen sind nichts anderes als eine Widerspiegelung des zuvor erwähnten "mangelhaften Verständnisses". Ignorante Leute sind deshalb in der Mehrzahl in der Gesellschaft, weil die meisten Menschen ihren Gelüsten nachgeben, was sie zur Nachlässigkeit und Undankbarkeit gegenüber ihrem Schöpfer verleitet und dazu die Freuden dieser Welt denen der jenseitigen vorzuziehen. Diejenigen, die sich die Einstellung solch einer Gesellschaft zu eigen machen, betrügen sich nur selbst.

Allah teilt uns im Quran mit, warum jene Leute im Zustand der Ignoranz die Mehrzahl in der Gesellschaft ausmachen, und warnt die Gläubigen davor, dies für sich selbst ein Kriterium werden zu lassen:

Und wenn du den meisten derer, die auf der Erde leben gehorchtest, würden sie dich von Allahs Weg abweichen lassen. Sie folgen nur Phantasien, und sie vermuten nur. Dein Herr weiß am besten, wer von Seinem Weg abirrt und Er kennt die am besten recht geleitet sind. (Sure 6:116, 117 - al-An'am)

Und die meisten von ihnen folgen nichts als Vorstellungen; doch Vorstellung kann kein Ersatz für die Realität sein. Allah weiß sehr wohl, was sie tun. (Sure 10:36 - Yunus)

Die Einstellung der Gläubigen, die nach der Wahrheit streben, spiegelt sich in dem folgenden Vers im Quran wider:

Und manche unter uns sind Muslime, und manche unter uns haben sich von der Rechtschaffenheit abgewandt. Und die sich (Gott) ergeben haben - haben sich zur Rechtschaffenheit emanzipiert. (Sure 72:14 - al-Dschinn)

Es gibt nur eine einzige Wahrheit:








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Konu Enes. tarafından (03-23-2007 Saat 19:13 ) değiştirilmiştir..
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Alt 03-24-2007, 00:14   #8 (permalink)
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@ Enes

Besten Dank für diesen informativen Beitrag.
Aber ich habe den Quran auch gelesen.
Also nichts Neues dein Beitrag.
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