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Der Prophet Muhammad Klischees
Alt 02.02.2007, 18:36   #1 (permalink)
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Standart Der Prophet Muhammad Klischees

Diese Welt ist unser Zuhause, sie ist aber auch ein Ort, an dem wir zeit unseres Lebens immer wieder mit vielen Problemen konfrontiert werden. Diese Probleme sind ganz unterschiedlicher Natur, und dennoch lassen sie sich grob in drei Kategorien unterteilen: Zur ersten Gruppe gehören die Probleme, die der Mensch mit seiner Außenwelt hat, zur zweiten Gruppe die Probleme der Innenwelt des Menschen. Gruppe drei schließlich umfasst die Probleme, die die zwischenmenschlichen Beziehungen mit sich bringen.

Die Geschichte des Menschen ist nicht mehr und nicht weniger als die Geschichte seiner Bemühungen, mit seinen Problemen fertig zu werden. Zu diesem Zweck wurden er mit einem gut funktionierenden Verstand ausgestattet, der die experimentelle Methode favorisiert. Um Lösungen zu finden, beschreiten wir also den Weg über Versuch und Irrtum. Viele unserer Versuche sind von Erfolg gekrönt, andere wiederum erweisen sich als Irrwege, die uns zwingen, einen neuen Anlauf zu unternehmen. Auf diesem Weg entwickelt sich unser Verstand immer weiter. Versuch und Irrtum führen uns, so hoffen wir, zu den Realitäten des Lebens und zu Lösungen für unsere Probleme.

Nun gibt es eine Gedankenschule, die davon ausgeht, dass es neben dem menschlichen Verstand keine andere Erkenntnisquelle gibt, die Lösungen für die Probleme des Menschen bieten kann. In der Konsequenz bedeutet dies, dass wir uns auf der Reise unseres Lebens ungeachtet aller Rückschläge durch Misserfolge und Niederlagen ausschließlich auf unseren Verstand als Reiseführer verlassen müssen.

Eine zweite Gedankenschule widerspricht dieser Sichtweise und behauptet, der Verstand des Menschen sei auf sich allein gestellt weder dazu in der Lage, die Wahrheiten des Lebens zu ergründen noch Probleme zu lösen. Es gebe aber eine zweite Quelle, eine bestimmte Art von fundiertem Wissen, das uns helfe, richtig von falsch zu unterscheiden, das uns ermögliche, sicher und unabhängig von den fruchtlosen und beschwerlichen Anstrengungen unseres Verstandes unser Ziel zu erreichen. Im Gegensatz zu den Tieren besitzen wir Menschen dieses Wissen aber nicht von Geburt an. Vielmehr wurde es uns von besonderen ausgewählten Menschen übermittelt. Die Rede ist vom Offenbarungswissen.

Die Offenbarung Gottes schließt den Verstand keineswegs aus; sie respektiert ihn und macht geltend, dass der Verstand auf das Licht der Offenbarung angewiesen ist, wenn er die Welt so sehen will, wie sie wirklich ist - genau wie das Auge das Licht braucht, um sehen zu können.

Kommen wir nun zum Vergleich dieser beiden Sichtweisen: Könnte man davon ausgehen, dass der menschliche Verstand (nach Tausenden von Fehlversuchen) die wahre Lösung aller Probleme inzwischen gefunden hat, bestünde kein Bedarf nach der Offenbarung Gottes. Denn deren Sinn ist es ja, den Menschen bei der Lösung ihrer Probleme behilflich zu sein. Sollte den Menschen dies also auch ohne die Unterstützung der Offenbarung gelungen sein, bräuchte man erst gar nicht über Verstand und Offenbarung zu diskutieren.

Doch davon sind zumindest zum jetzigen Zeitpunkt weit entfernt. Der menschliche Verstand ist nach wie vor auf der Suche und im Strudel seiner Experimente gefangen. Kein Ausweg ist in Sicht. Lohnt es sich also, weiterhin nur auf den Verstand zu vertrauen, oder wären wir erfolgreicher, wenn wir auch auf jenes zweite Instrument zur Problemlösung zurückgreifen würden?

Unsere Welt von heute ächzt unter der Last sozialer Unruhen, politischer Instabilität, Umweltverschmutzung und wirtschaftlicher Not, unter der Last von Prostitution, Aids, Alkoholmissbrauch, Drogensucht, auseinander brechenden Familien, Jugendkriminalität, Terror usw.. Die Äußerungsformen dieser um sich greifenden ‚Krankheiten‘ und ihre Zukunftsperspektiven sind erschreckend. Prostitution und Pornografie etwa greifen immer weiter um sich und sind inzwischen für viele Menschen zur Quelle ihres Lebensunterhalts geworden. Zunehmend werden auch Kindern in entsprechende Aktivitäten mit hineingezogen. In den westlichen Industrieländern und in den ehemaligen Ostblockländern klettern die Verbrechensraten in Schwindel erregende Höhen. Auch der Unglaube ist weiter auf dem Vormarsch. All diese trostlosen Tatsachen beweisen eindrücklich, dass all jene vom Menschen ersonnenen Systeme, die auf die Rechtleitung durch Gott verzichten, der Menschheit mehr geschadet als Gutes getan haben. Ganz eindeutig haben wir unsere Ziele, Wissen zu sammeln und glücklich zu werden, nicht erreicht.

Die Philosophie und die modernen Wissenschaften - Naturwissenschaften, Verhaltensforschung und Sozialwissenschaften - erkennen nur den menschlichen Verstand und die fünf Sinne des Menschen als Erkenntnisquellen an. Die Offenbarung lassen sie außer Acht und betrachten sie lediglich als eine Art Gleichnis oder gar als Aberglauben. Diese Einschätzung kommt nicht ganz plötzlich, ihre philosophischen und historischen Wurzeln liegen in der Vergangenheit.

Ein wesentliches Merkmal der menschlichen Intelligenz besteht darin, dass sie versucht, Störungen, die sie betreffen, zu identifizieren und zu beseitigen. Dieses Merkmal ist eine wesentliche Komponente des ‚Strebens nach der Wahrheit‘. Erstaunlicherweise hat dieses Streben nach der Beseitigung von Störungen - so sehr sich der Mensch auch bemüht hat und nach wie vor bemüht - nur zu immer mehr und zu immer schwer wiegenderen Störungen geführt. Die gleiche Intelligenz, die die Störungen beseitigen möchte, schafft unbeabsichtigt immer neue Störungen. Ein hoch entwickelter Verstand glaubt, die Welt verbessern zu können, indem er Wohlverhalten propagiert. Doch jede Verhaltensänderung bringt, egal ob sie durch Überzeugung oder Einschüchterung bewirkt wird, nur eine kurzzeitige Besserung. Nur ein grundlegender Wandel im Denken der Menschen kann die Welt wirklich dauerhaft verändern.

Wenn wir nicht in der Lage sind, anhand von Prinzipien, die vom Verstand erdacht sind, zu erklären, warum die Dinge sind, wie sie sind, gibt es zwei Alternativen: Entweder wir geben unsere Ziele auf, oder wir machen uns auf die Suche nach den wahren Prinzipien. An wen wenden wir uns also, wenn wir die Realität und den Sinn des Lebens erkennen wollen? Wo finden wir eine vertrauenswürdige und zuverlässige Erkenntnisquelle, wenn wir uns nicht auf unser eigenes Wissen oder auf irgendeine andere menschliche Quelle verlassen können?

Hinzu kommt, dass Wissen, was mit dem Verstand erworben wurde, kein absolutes Wissen ist. Ein solches Wissen ist immer gebunden an die Kultur, die Ökonomie und die Politik des Umfelds, dem es entspringt. Alle Gedanken, Sichtweisen, Gefühle, Werte, Motive, Zwecke, Ziele, Handlungsweisen, Rituale und Institutionen einer Gesellschaft sind immer miteinander verknüpft und voneinander durchdrungen. Die Beobachtung der Natur, der Gedanke, dass allen Dingen Ursachen zu Grunde liegen, dass es hinter aller Vielfalt und allen Veränderungen eine Konstante gibt, die für Harmonie sorgt, und dass das Universum von Gesetzen verwaltet wird, geht auf die Religion zurück. Diese Punkte sind Grundvoraussetzungen, die erfüllt sein müssen, bevor die Wissenschaft ihre Arbeit überhaupt erst beginnen kann.

Der Koran misst dem menschlichen Verstand große Bedeutung bei. Er spricht ihn direkt an, um uns davon zu überzeugen, dass er tatsächlich das Wort Gottes ist. Er verurteilt alle, die ihren Verstand nicht nutzen, und wirft ihnen vor, das Geschenk Gottes zu verschmähen und nicht besser zu sein als die Tiere. Die Wertschätzung des menschlichen Verstandes im Islam lässt sich auch daran ablesen, dass von Menschen, die nicht über die entsprechenden geistigen Fähigkeiten verfügen (von Kindern vor Erreichen der Pubertät beispielsweise oder von Geisteskranken), nicht erwartet wird, dass sie die mit dem Glauben verbundenen Pflichten erfüllen.

Diese Wertschätzung bedeutet jedoch nicht, dass dem menschlichen Verstand keine Grenzen gesteckt wären. Er lässt sich leicht dazu verleiten, an etwas zu glauben, was seinem Wesen widerspricht. Bedingungslose Begeisterung für eine bestimmte Sache reißen ihn schnell dazu hin, sich für etwas zu engagieren, das eigentlich keinerlei Unterstützung verdient. Auf andere Probleme wiederum hat er ganz einfach gar keinen Zugriff. All diese Einschränkungen schmälern die Effizienz des menschlichen Verstands, zumindest solange er keine Selbstbeschränkung übt. Und all diese Einschränkungen machen wohl deutlich, dass sich der menschlichen Verstand nach Orientierung sehnt. Eine solche Orientierung bietet ihm die göttliche Offenbarung in Form der Botschaften der Propheten. Koran und Sunna wiederum repräsentieren die endgültige Version dieser Orientierung. Im Koran findet sich ein Vers, der das Verhältnis zwischen Offenbarung und menschlichem Verstand sehr schön beschreibt:

Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe befindet: Die Lampe ist in einem Glas; das Glas gleich einem funkelnden Stern. Angezündet (wird die Lampe) von einem gesegneten Ölbaum, der weder östlich noch westlich ist, dessen Öl beinahe leuchten würde, auch wenn das Feuer es nicht berührte. Licht über Licht. Allah leitet zu Seinem Licht, wen Er will. Und Allah prägt Gleichnisse für die Menschen, und Allah kennt alle Dinge. (24:35)

Die Orientierung, die der menschliche Verstand bereitstellt, gleicht also einem Licht, das aber leicht getrübt ist und deshalb nicht sehr hell strahlt. Die göttliche Offenbarung in Form des Koran hingegen strahlt umso heller und kompensiert so die Schwächen des menschlichen Verstandes. Nichtsdestotrotz weist uns das hellere Licht den Weg zu dem schwächeren Licht.

Der Islam ist die endgültige Quelle des offenbarten Wissens in der modernen Welt. Er stattet uns mit der Fähigkeit aus, zwischen richtig und falsch unterscheiden zu können, indem er uns klare Vorgaben macht. So müssen wir uns nicht auf unseren Verstand, unsere Begierde, unsere Intuition oder auf Experimente verlassen, die unsere fünf Sinne durchführen. Denn diese Quellen sind ständigen Veränderungen unterworfen und deshalb ungeeignet, klare und deutlich unveränderliche ethische Normen zu entwickeln. Als Alternative präsentiert uns der Islam eine unvoreingenommene Quelle: die göttliche Offenbarung - bestehend aus dem Buch Gottes und der Sunna des Propheten. Diese Quelle legt uns einen moralischen Standard ans Herz, der nachhaltig und universell ist, einen Standard, der sich in jedem Zeitalter unter allen nur erdenklichen Bedingungen als wahr bewährt, bewährt hat und bewähren wird.

Literatur

- Barbour, Ian, G.; Religion in an Age of Science; New York 1991
- Hooykaas, R.; Religion and the Rise of Modern Science; Scottish Academic Press 1972
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İmtisali cahidu fillah olubtur niyetim,
Dini islamın mücerred gayretidir gayretim.
Fazlı Hak ve hikmeti cündü ricalullah ile,
Ehl-i küfrü serteser kahreylemektir niyetim.
Embiyau evliyaya istinadım var benim,
Lütfü Haktandır hemen ümidi fethu ve nusratım.
Nefsim ve malımla nola kılsam cihanda içtihad,
Hamdülillah var gazaya sad hazaran rağbetim.
Ey Muhammed! Mucizatın Ahmedi muhtar ile,
Umarım galib ola Edayı dine devletim!
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