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Bemühungen auf höchster Ebene zur Deeskalation im Karikaturen-Streit
Runder Tisch der Religions- und Regierungsvertreter
Nachdem am 7. Februar bereits ein Gespräch zwischen Frau Außenministerin Plassnik und IGGiÖ-Präsident Schakfeh stattgefunden hatte (Bericht unten), berief am Montag, dem 13. Februar, Bundekanzler Schüssel einen Runden Tisch der Religionsvertreter.
Alle Teilnehmer betonten die Dialogbereitschaft und die gute Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften in Österreich. Diese sei vorbildhaft für Europa. Dialogbereitschaft nach innen und nach außen wird auch bei der für den 7. und 8. April angesetzten paneuropäischen Imamekonferenz zum Tragen kommen, zu der Kommissionspräsident José Manual Barroso bereits seine Zusage gegeben hat.
Seitens der Religionsgemeinschaften nahmen an dem Treffen im Bundeskanzleramt für die islamische Glaubensgemeinschaft Präsident Anas Schakfeh, für die katholische Kirche Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn, für die evangelische Kirche Bischof Herwig Sturm, , für die orthodoxen Kirchen Metropolit Michael Staikos und für die israelitische Kultusgemeinde Oberrabbiner Chaim Eisenberg teil.
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ging auf die Bedeutung des Gespräches mit den führenden Vertretern von Kirchen und Religionsgemeinschaften in Österreich ein. "Wir haben in Österreich einen Exportartikel der guten Gesprächskultur zwischen den Kulturen und Religionen. Das ist das "Österreichische Lebensmodell", von dem wir hoffen, dass es auch einmal das "Europäische Lebensmodell" sein wird. Es bedeutet, dass man sich füreinander verantwortlich fühlt, dass man Freiheit und Verantwortung sensibel balanciert, dass man versucht, nicht Feindbilder aufzubauen, sondern Freundbilder zu pflegen", so der Bundeskanzler. Es sei wichtig, die Empfindungen des anderen nachvollziehen zu können und sie in den eigenen Glauben und in das eigene Handeln zu integrieren.
Der Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft Anas Schakfeh bezeichnete das Gespräch als sehr fruchtbar. "Wir treten für einen Dialog der Religionen und der Kulturen ein. Wir distanzieren uns von jeder Form der Gewalt. Alle Gewaltakte sind unvereinbar mit dem Kern der Religion. Wir wären glücklich, wenn andere das erfolgreiche "Österreichische Gesellschaftsmodell" übernehmen würden. Wir wollen andere gerne dazu animieren", so Schakfeh.
Erzbischof Schönborn betonte die Bedeutung des Dialogs in der österreichischen Tradition. "Unser heutiges Gespräch hat gezeigt, dass wir in Österreich einen Weg gehen, der sich bewährt hat. Dieser Weg ist möglich und hat auch für Europa Modellcharakter. Wir haben in unserem Land eine sehr gute Gesprächskultur. Ich möchte den Österreicherinnen und Österreichern Mut machen, daran zu glauben, dass wir diesen Weg des Dialogs gehen können. Das Miteinander von verschieden Kulturen und Religionen ist gerade in Österreich möglich", so Schönborn.
Oberrabbiner Eisenberg hob die Notwendigkeit hervor, Probleme anderer auch zu erkennen und damit sensibel umzugehen. "Die Pressefreiheit ist ein hohes und wichtiges Gut, die aber auch mit Verantwortung verbunden ist. Diese beginnt dann, wenn die Gefahr der Verletzung anderer besteht", so Eisenberg. Weiters forderte er die Mäßigung aller Parteien ein und betonte, dass selbst Provokationen bereits als Beleidigung empfunden werden.
Der griechisch-orthodoxe Metropolit Staikos bezeichnete die interreligiöse Infrastruktur in Österreich als beispielhaft für ganz Europa und hob die Rolle der Religion als Teil der Identität hervor. Es sollten nicht alle mit einer Stimme sprechen, sondern jede einzelne Stimme durch andere ergänzt werden. "Wir müssen andere als Bereicherung, nicht als Belastung erkennen", so Staikos.
Der evangelische Bischof Sturm lobte das österreichische Dialogmodell und hob insbesondere das hohe Maß an Sensibilität aller vertretenen Religionen und Religionsgemeinschaften in diesem Zusammenhang hervor. "Wir müssen erkennen, dass andere Kulturen bereichern, nicht verängstigen", so Sturm.
Außenministerin Ursula Plassnik sprach von der Wichtigkeit, von einem Nebeneinander zu einem Miteinander zu gelangen. Noch während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft werden dafür Impulse gesetzt werden. "Wir müssen den Dialog innerhalb Europas ebenso forcieren, wie den Dialog nach außen", so die Außenministerin.
Homepage des Bundeskanzleramtes:
Österreichisches Bundeskanzleramt
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Am Dienstag, dem 7.02. trafen Außenministerin Ursula Plassnik und Professor Anas Schakfeh, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich zusammen. Angesichts der jüngsten Eskalation in mehreren Ländern rund um die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed richteten beide den dringenden Appell an die Öffentlichkeit zur Abkehr von der Gewalt und zur Rückkehr zum Dialog.
Außenministerin Plassnik würdigte im Gespräch die Bedeutung von Professor Schakfeh und der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich im Bemühen um Besonnenheit und Ausgleich. "Jetzt geht es darum, zusammenzustehen und unser laufendes Gespräch, das sich in der Praxis bewährt, sichtbar zu machen. Wir vertrauen in die Kraft des Dialogs", erklärte Plassnik. Professor Schakfeh verwies darauf, dass die Gesprächsbereitschaft sich bewährt habe. "Wir laden alle dringend dazu ein, auch von dieser Form der Kooperation Gebrauch zu machen", erklärte Schakfeh.
Beide hatten einen Gedankenaustausch über vertrauensbildende Maßnahmen, die in dieser schwierigen internationalen Situation zur Entspannung und zur Verständigung beitragen könnten. In diesem Zusammenhang wurde auch die Vorbereitung der Europäischen Imame-Konferenz erörtert, die von der Islamischen Glaubensgemeinschaft am 7. April in Wien veranstaltet wird. Sie hat sich die Förderung des Dialogs zwischen den Religionsgemeinschaften und Kulturen zum Ziel gesetzt.
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İmtisali cahidu fillah olubtur niyetim,
Dini islamın mücerred gayretidir gayretim.
Fazlı Hak ve hikmeti cündü ricalullah ile,
Ehl-i küfrü serteser kahreylemektir niyetim.
Embiyau evliyaya istinadım var benim,
Lütfü Haktandır hemen ümidi fethu ve nusratım.
Nefsim ve malımla nola kılsam cihanda içtihad,
Hamdülillah var gazaya sad hazaran rağbetim.
Ey Muhammed! Mucizatın Ahmedi muhtar ile,
Umarım galib ola Edayı dine devletim!
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