|
Süper Aktif Üye
Style: 0
alptraum isimli üyemiz çevrimdışıdır. (Offline)
Üyelik tarihi: Jan 2005
Bulunduğu yer: Aşk`dan
Memleket: Ankara
Kan Gurubu: A rh(+)
Mesajlar: 2.869
Thanks: 526
Thanked 1.934 Times in 860 Posts
Rep Puanı: 790
|
Den Papst beim Wort nehmen: Dialog der Vernunft nötig!
Nach der Regensburger Rede des Papstes
Befremden haben Teile einer in Regensburg gehaltenen Rede von Papst Benedikt XVI. bei Muslimen ausgelöst. Ist dies als eine Kursänderung der katholischen Kirche zu interpretieren? Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil mit der Formulierung dem „Islam sei mit Hochachtung“ zu begegnen, hatten sich gewisse Standards im Dialog entwickelt.
Großen Anteil am Gelingen dieses Weges hat die Aufarbeitung überkommener Ressentiments und Vorurteile, die auch in einer langen Geschichte wurzeln. So hatte die Islamische Glaubensgemeinschaft anlässlich des Amtsantrittes von Papst Benedikt XVI. die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, die katholische Kirche möge sich mit ihrem Bild des Propheten Muhammad auseinandersetzen. Diesen Wunsch möchten wir nun erneuern, gerade weil einige Passagen der Papstrede nun heftig diskutiert werden. Tatsächlich scheint es äußerst fraglich, ob das Zitieren eines byzantinischen Kaisers aus dem 14. Jh., bei dem eine Einschätzung des Propheten Muhammad, a.s.s., als „inhuman“ wiedergegeben wird und er als Mann, der vor allem Kriege über die Menschheit gebracht habe, geschildert wird, dem gegenseitigen Verständnis zuträglich ist.
Schließlich können all jene, die nur zu gerne das Feindbild eines „Islam mit Feuer und Schwert“ bedient sehen, sich durch diese Quellenauswahl bestätigt fühlen. Die eigene Position des Islam kam ja nicht zur Sprache. Darum sei wenigstens dies gesagt: "Djihad" spricht von der Anstrengung auf dem Weg Gottes in verschiedener Form, unter anderem dem Diskurs und nicht vom "heiligen Krieg", da Krieg nicht heilig sein kann und nur im Verteidigungsfall geführt werden darf.
Die Trennung zwischen Christentum und Islam im Punkt des Umgangs mit Gewalt vornehmen zu wollen, wirft viele Fragen auf, auch angesichts einer alles andere als vom Frieden bestimmten Geschichte der Christenheit – bis hin zu jüngsten Ereignissen wie der „Armee des Herrn“ eines Kriegsfürsten in Uganda, der nicht nur tausende Menschenleben auf dem Gewissen hat, sondern durch den Missbrauch von Kindern als Soldaten besondere Gräuel verübte. Diese Geschichte der Christenheit von internen Religionskriegen bis zur Inquisition hat in der subjektiven Wahrnehmung des Papstes zumindest in dieser Rede eine vollständige Verharmlosung und Verdrängung erfahren.
Dabei finden die abrahamitischen Religionen in der Geschichte des Propheten Abraham (Ibrahim) einen gemeinsamen Bezugspunkt vor, der eindrucksvoll die Gnade Gottes unterstreicht und eine klare Absage an das Menschenopfer gibt.
So scheint es geboten, das Wort des Papstes von einem „Dialog der Vernunft“ ehest möglich ernsthaft aufzugreifen, um auf dieser Basis zusammenzukommen. Der Islam bewertet durch den Auftrag Gottes die Verstandeskraft als Gottesgeschenk nach Kräften einzusetzen, die Vernunft als äußerst positiv. Die islamische Geschichte verdankt dieser Einstellung einen so aufgeschlossenen Zugang zu den Wissenschaften, dass Ergebnisse in der Medizin, Mathematik, Geographie, Soziologie, Astronomie und nicht zuletzt der Philosophie Europa zum Aufbruch in die Neuzeit verhalfen. Dies in einer Zeit, als die katholische Kirche in hartnäckiger Opposition zu diesen rationellen Bestrebungen stand. Auch hier liegt ein Bezugspunkt, den wir in der Rede des Papstes, die schließlich in weiten Zügen von der Bedeutung der griechischen Philosophie spricht, vermissen.
Als Muslime sind wir angehalten, vom anderen zuerst einmal eine gute Absicht anzunehmen. So wollen wir darauf hoffen, dass sich die momentane Situation hinüberführen lässt in einen „Dialog der Vernunft“, dem es womöglich sogar gelingt, überkommene Vorstellungen zu überwinden, indem wir dagegen Aufklärung setzen.
Anknüpfen können wir dabei an Qualitätsstandards für einen gleichberechtigten Dialog, die sich bereits herausgebildet hatten. Dazu gehören das Bemühen, die Eigensicht des jeweils anderen kennen zu lernen, um der anderen Religion weniger in hausgemachter Interpretation zu begegnen, als vielmehr möglichst authentisch durch Selbstzeugnisse. Dadurch kann Offenheit für neue Denkanstöße einem Diskurs Raum geben, der sich nicht dadurch einengt, vor allem daran interessiert zu sein, die eigene Religion in der Abgrenzung von der anderen umso mehr zum Strahlen zu bringen. Angesichts der zunehmenden Verantwortung in einer globalisierten Welt aktiv für Frieden und Verständigung einzutreten, hat dieser Dialog nicht zuletzt dadurch an Bedeutung gewonnen, dass er nicht nur gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufzubauen in der Lage ist, sondern auch überleiten soll in ein gemeinsames Handeln bei der Bewältigung der drängenden Themen unserer Zeit.
__________________
İmtisali cahidu fillah olubtur niyetim,
Dini islamın mücerred gayretidir gayretim.
Fazlı Hak ve hikmeti cündü ricalullah ile,
Ehl-i küfrü serteser kahreylemektir niyetim.
Embiyau evliyaya istinadım var benim,
Lütfü Haktandır hemen ümidi fethu ve nusratım.
Nefsim ve malımla nola kılsam cihanda içtihad,
Hamdülillah var gazaya sad hazaran rağbetim.
Ey Muhammed! Mucizatın Ahmedi muhtar ile,
Umarım galib ola Edayı dine devletim!
|