|
Wir sind unabhängig und eigenständig!
Ausländische Konflikte nicht nach Europa importieren
Die in höchstem Maße Besorgnis erregende Lage im Nahen und Mittleren Osten in ihrer verfahrenen politischen und zum Teil katastrophalen humanitären Situation bringt es mit sich, dass immer wieder einzelne Personen, die dieser oder jener dortigen Richtung nahe stehen, Konflikte von außerhalb nach Österreich zu tragen suchen. Wie gewissenlos um politischen Kleingelds willen mitunter die Integrität und Transparenz der Islamischen Glaubensgemeinschaft durch Effekt heischende absurde Anschuldigungen in Frage zu stellen gesucht wird, sollte sich selbst entlarven. Die Islamische Glaubensgemeinschaft sucht jedenfalls dafür Sorge zu tragen, dass es zu keiner Störung des friedlichen Zusammenlebens kommt. Wir betonen, dass wir in Streitigkeiten der innerpalästinensischen Fraktionen nicht involviert sind und erst recht nicht involviert sein wollen. Dasselbe gilt für den Irak oder jedes andere Land der muslimischen Welt.
Innere Autonomie verträgt keine Einmischung von außen
Parallel dazu bekannten sich gerade die führenden VertreterInnen der Islamischen Glaubensgemeinschaft immer dazu, dass eventuell vorhandene, selbst vage politische oder organisatorische und ideologische oder nationalistische Bindungen in Ursprungsländer als „Nabelschnüre“ zu kappen seien. Denn nur in einem Klima der Unbefangenheit und Freiheit kann sich jene Unabhängigkeit entwickeln, die der muslimischen Gemeinschaft in Österreich mündige Selbständigkeit und dynamische Entwicklungsfähigkeit garantiert. Kontakte in die muslimische Welt sind im Sinne eines Dialogs willkommen. So wie sich die Islamische Glaubensgemeinschaft aber dagegen verwahrt, dass aus dem Ausland in ihre inneren Angelegenheiten interveniert würde, ist es genauso eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns nicht in die inneren Angelegenheiten muslimischer Staaten oder ausländischer Organisationen einmischen würden.
Bekenntnis zum österreichischen demokratischen Rechtsstaat
Die Islamische Glaubensgemeinschaft gestaltete seit ihrer Gründung eine nachvollziehbare Richtung, dem Islam in Österreich und damit in Europa ein eigenes Profil zu verleihen, weg vom Gastarbeiterimage hin zu einem Bewusstsein der Vereinbarkeit einer Identität als Muslim/in und Österreicher/in. Das bekannte Motto „Integration durch Partizipation“ wurde als Ansporn zu mehr aktiver Teilhabe am gesellschaftlichen Gemeinwohl innerhalb des demokratischen Rechtsstaates geprägt.
Die auf reiner Spekulation beruhenden Vorwürfe des palästinensischen Journalisten Ahmed Hamed, die Islamische Glaubensgemeinschaft unterstütze die Hamas, weisen wir auf das schärfste zurück. Der von Stefan Beig gestaltete Artikel in der Wiener Zeitung vom 19. Juli 2007, der durch das Interview mit besagtem Herrn eine angebliche Nähe zum Gedankengut der Muslimbrüderschaft und der aus ihr hervorgegangenen palästinensischen Organisation Hamas in den Raum stellt, steht in größtem Widerspruch zur allseits bekannten Linie und Arbeit der Islamischen Glaubensgemeinschaft, die sich als bodenständige österreichische Institution versteht.
__________________
İmtisali cahidu fillah olubtur niyetim,
Dini islamın mücerred gayretidir gayretim.
Fazlı Hak ve hikmeti cündü ricalullah ile,
Ehl-i küfrü serteser kahreylemektir niyetim.
Embiyau evliyaya istinadım var benim,
Lütfü Haktandır hemen ümidi fethu ve nusratım.
Nefsim ve malımla nola kılsam cihanda içtihad,
Hamdülillah var gazaya sad hazaran rağbetim.
Ey Muhammed! Mucizatın Ahmedi muhtar ile,
Umarım galib ola Edayı dine devletim!
|