DIALOG
Im Rahmen der Tätigkeiten des Friede Institutes darf man nicht vergessen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Da es für den Dialog keine bestimmten Richtlinien gibt, ist es anstrengend aber auch genauso spannend. Aktivitäten im Namen des Dialoges nach außen haben eine sehr enge Beziehung mit unserer Innenwelt. Je mehr sich ein Mensch selber kennt, desto gesünder und produktiver können seine Kontakte sein. Wie gesagt, ist es eine Sache ohne bestimmte Richtlinien. Dialog kann man auch als eine, im täglichen Alltag erlebte, und letztendlich zu einer Aktio-Reaktio führenden Erfahrung bezeichnen.
Wege des Dialoges
Zunächst muss man um Dialog führen zu können begreifen, dass der erste Schritt in der Fähigkeit liegt, reden zu lassen, zuhören zu können, zu verstehen und Interesse dafür zu haben. Der Kern des Dialoges sind nicht die Ähnlichkeiten sondern die Unterschiede zwischen den Systemen. Stellen wir uns ein Modell mit verschiedenen Formen, Farben, Grenzen und verschiedenen Bezugspunkten vor.
Dialog ist ein Produkt von gemeinsamen Eigenschaften, die von jedem bewusst oder unbewusst, indem jeder seinen Kern bewahrt, egal wie es bezeichnet wird, gelebt werden. Der Verlust der eigenen Identität führt zum Verlust der Bedeutung des Dialoges, und führt zur Veränderung des Gegenüber. Das „ICH“ wird zum „DICH“, und das „DU“ wird zum „MICH“.
Ein gesunder Dialog ist möglich durch den Aufbau von robusten Brücken untereinander, die Akzeptanz des Gegenübers wie es ist, und ermöglicht das Weiterbestehen von Systemen mit verschiedenen Formen, Farben, Grenzen und verschiedenen Bezugspunkten. Der Wunsch alle Systeme an einem Punkt zu vereinen, würde dazu führen, dass diese Vielfalt verloren gehen würde. Ab diesem Zeitpunkt könnte man auch nicht mehr von Dialog reden.
Ich glaube, der springende Punkt ist mit diesen verschiedenen, vielfältigen Systemen in unterschiedlicheren Dimensionen Gemeinsames zu entwickeln.
Jeder Mensch ist eine Welt
Physiologisch betrachtet ähneln sich 99% der Menschen auf der Welt. Jedoch in der Gedankenwelt ist jeder Mensch, egal ob gleiche Religion oder unterschiedliche Kultur, eine eigene Welt für sich.
Wichtig ist es mehrere Schnitstellen zwischen den verschiedenen "Betriebssystemen" (Win98, Win2000, linux...) zu entwickeln, die die Kommunikation und ein Nebeneinander ermöglichen.
Nach einem berühmten protestantischen Pfarrer kann man das Word „verstehen“ als verstehen verstehen, oder als „ver-stehen“.Du bist dort und ich bin hier. Du betrachtest die Sache von deinem Standpunkt und ich betrachte sie von meinem Standpunkt. Wir teilen die unterschiedlichen Eindrücke von der gleichen Sache und versuchen uns zu verstehen.
Hz. Mevlana...“Eines meiner Beine ist im Zentrum an Fundamente der Religion, das andere an 70 verschiedene Völker gebunden.“