Zurück   IslamForum Ne Olursan Ol Gel > Islamforum German > Islam-Infocenter

Bu Alana Reklam Verebilirsiniz

Cevapla
 
LinkBack Seçenekler Stil

Eine Freundschaft durch die gemeinsame Historie
Alt 24.04.2007, 07:25   #1 (permalink)
Tercübeli Üye
 
alptraum - ait Kullanıcı Resmi (Avatar)
 
alptraum isimli Üye şimdilik offline konumundadır
Üyelik tarihi: 01.01.2005
Bulunduğu yer: Aşk`dan
Yaş: 23
Mesajlar: 2.888
Tesekkür Etti: 6
10 Kunu Icin 16 Tesekkür Aldı
alptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı birialptraum Asırı Söhretli ve itibarlı biri
Tecrübe Puanı: 61
Standart Eine Freundschaft durch die gemeinsame Historie

Click the image to open in full size.

Eine Freundschaft durch die gemeinsame Historie:

Die Türken und die Österreicher


Groß ist die Tradition Österreichs und groß sind die Beispiele, die es der Welt gegeben hat. Jahrhunderte in einem Verband mit zahlreichen Völkern lebend, hat der Österreicher gelernt, in seinen Mitmenschen nicht das Trennende, sondern das Verbindende zu sehen und zu werten und – Toleranz zu üben. Das Schicksal wollte, dass die Österreicher und die Türken eine gemeinsame Historie besitzen. Zuerst die Zusammenkunft der beiden Weltreiche durch die Türkenbelagerungen, dann die Allianz im ersten Weltkrieg und schließlich das Zusammenleben in der heutigen Zeit. So leben heute mehr als 46.000 türkische Mitbewohner alleine in der Donaumetropole Wien. Es sind sowohl Arbeiter als auch Studenten und bereits viele Absolventen aus den unterschiedlichsten Studienrichtungen, die Wien heute als ihr Zuhause betrachten. Bundeskanzler Raab betonte bereits 1959, wie wichtig es für ein gemeinsames Zusammenleben miteinander ist, dass jedermann in seinem Mitmenschen nicht das Trennende, sondern das Verbindende sehen soll. Welche Dinge aber sind nun beiden Kulturen gemeinsam und verbinden den Österreicher und den Türken?
Vor allem sicherlich die parallel verlaufende Geschichte von zwei Weltreichen, wie die “Neue Freie Presse” am 27. Juli 1867 berichtet: “Einst der Schrecken ihrer Feinde, allgemein gefürchtet und geachtet, sind Österreich und die Türkei heute von Außen gleich hart bedrängte Großstaaten, beide der inneren Reform in hohem Grad bedürftig, beider in einer großen und schwierigen Umgestaltung begriffen [...]” Zum Schluß auch das Ende zweier Weltreiche und die Gründung von Republiken, nachdem beide Reiche im 1. Weltkrieg Seite an Seite kämpften.
Aber die gemeinsame Geschichte begann bereits im Mittelalter. Nach der zweiten Türkenbelagerung im Jahre 1683 kamen spätestens die beiden Kulturen einander nahe. So änderte sich das Türkenbild, das zunächst feindlich war, in ein Interessantes und Exotisches. Es war modern, sich türkisch anzukleiden; Man sieht das sehr schön in den Zeichnungen von Liotard, wo sich Maria Theresia in türkischer Kleidung abbilden ließ. Und man komponierte “alla turka”. So änderte sich fast in ganz Europa nicht nur die Militärmusik am Beispiel der türkischen Militärkapelle “Mehterhane” bis 1770, sondern berühmte Komponisten, wie Christoph Willibald von Gluck, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Joseph Haydn, sein Bruder Michael Haydn, Ludwig van Beethoven, Johann Strauß, Johann Lanner und vielen andere verwendeten in der klassisch - abendländischen Musik Elemente der türkischen “Mehtername”. Auch die Inhalte von vielen Opern beschäftigten sich damals mit dem “Türkischen”. Mozarts Oper “Die Entführung aus dem Serail” aus dem Jahre 1782 handelt zum Beispiel von einem Europäer, der an einem türkischen Hof festgehalten wird, aber einer viel höherwertigeren Moral begegnet als er sie von Zu Hause kennt.
Und wie stand es mit Türkisch als Sprache, wenn man zurück in die Geschichte blickt? Das Interesse am Osmanisch – Türkischen begann bereits aus politischen Gründen am 14. Jahrhundert in Wien. Aber der Höhepunkt des Interesses ist sicherlich in der Gründung der Orientalischen Akademie durch Kaiserin Maria Theresia am 1. Jänner 1754 zu sehen. Die Akademie erfüllte ihr Ziel mit der Ausbildung zahlreicher Dolmetscher und Diplomaten. Das zeigt die Tatsache, dass bis zum Jahr 1918 Diplomaten aus Österreich –Ungarn dank ihrer Ausbildung sehr gute türkische Kenntnisse hatten. Und schließlich lebte dann eine besondere Person, die für die Orientalistik immens bedeutungsvoll ist. Das war Joseph von Hammer – Purgstall mit seinen Werken “Des Osmanischen Reiches Staatsverfas-sung und Staatsverwaltung” (1815), “Die Geschichte des Osmanischen Reiches” (10 Bände; 1827-1835), Geschichte der Osmanischen Dichtkunst (4 Bände; 1836-1838) und zahlreiche Übersetzungen aus dem Arabischen, Persischen und Türkischen in der Poesie. Seine Werke stellen heute die wichtigsten Quellen der Orientalistik dar. Joseph von Hammer starb mit 82 Jahren am 23.11.1856 in Wien. Sein Grab, das sich in Weidling befindet, ist mit zehn Sprachen beschriftet; darunter auch Türkisch, mit der folgenden Bitte, die meiner Meinung nach von all unseren Lesern erfüllt werden sollte:

”Besucht erheischt Gebet allhier,
Denn heute mir und morgen Dir.”

Betrachtet man nun das Deutsche, so finden sich hier Elemente des Türkischen. Es sind Lehnwörter aus dem Türkischen, wie das Wort “Joghurt”, “Kiosk” ( im Türkischen “köþk”, was ungefähr Schlößchen bedeutet) und das Wort “Dolmetscher”, das aus dem türkischen “Dilmaç” kommt. Und weiteres die “Janitscharen”, die im Türkischen die “yeni çeri”, also “die neuen Truppen” sind.
Nicht nur in der Sprache finden sich Dinge, die den Türken und den Österreicher verbinden, sondern vieles in Speisen und Getränken. Darunter der Mais, der sogenannte Türkenweizen oder Türkensterz und auch der Strudel zogen mit der türkischen Kultur nach Westen. Und nicht zu vergessen der Kaffee, von dem ein türkisches Sprichwort besagt, dass schon der Genuss einer Tasse zu einer vierzig Jahre andauernden Freundschaft verpflichtet. Schade ist wahrscheinlich, dass es heute keine türkischen Kaffeehäuser in Wien gibt, wie es einst im 18. Jahrhundert der Fall war.
Betrachtet man deswegen die wirtschaftlichen Beziehungen, wird man sehr gute Beziehungen zwischen den beiden Staaten feststellen, abgesehen von Kriegszeiten. Vor allem der Import vom “Meerschaum” ab dem 17. Jahrhundert, aus dem sehr schöne Pfeifenköpfe und Zigarettenspitzen hergestellt wurden; diese waren sehr beliebt in Österreich und wurden von der Donaumonarchie aus in die ganze Welt exportiert. Sehr interessant ist auch die Tatsache, dass Österreich der größte Produzent von “türkischen Kappen”, also “Fez” war.
Schließlich gibt es in Wien zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die Zeugnis von der gemeinsamen Geschichte, insbesondere den beiden Wiener Belagerungen im Jahre 1529 und 1683 ablegen. Darunter zum Beispiel, die Statue des “Dayý Çerkes”, eines türkischen Reiters am Heidenschuß 3, Strauchgasse. Von ”Dayý Çerkes” erzählt übrigens der türkischer Weltreisender Evliya Çelebi, der 1665 unter der Delegation des Großbotschafters Kara Mustafa Pascha in Wien war –wie man aus der Teilnahmeliste der Gesandtschaft feststellen kann - und im siebenten Band seiner “Seyat-nâme” (Fahrtenbuch) Wien beschreibt: “[...], er wurde während eines Angriffs in der Zeit der ersten Türkenbelagerung, nachdem die Geschosse Sultan Süleymans eine Bresche in die Mauer geschlagen hatten, von seinen –Mitstreitern im Stich gelassen und verteidigte sich, bis er starb. [...]” Dessen Mut beeindruckte nach der Überlieferung Ferdinand I. so sehr, dass der Schauplatz ihm zu Ehren Tscherkessenplatz genannt wurde.
Weiters trifft man in Wien vor allem im ersten und im 19. Bezirk auf Kugeln, die Zeugnis von den beiden Wiener Belagerungen ablegen. Als weiteres Beispiel für eine Sehenswürdigkeit gelten die Hadersdorfer Türkensteine im 14. Bezirk. Sie beinhalten die Grabsteine von Ibrahim Pascha und die “Tuðra” von Sultan Mahmud I., der von 1730 bis 1754 – also in der Zeit der Wiedereroberung Belgrads durch die Osmanen 1739 – herrschte. Die Bauinschrift ist Osmanisch, besteht aus 18 Zeilen in Ghazeldichtung und wurde verfaßt von Mevlânâ Ahmed Efendi, der als seinen Dichternamen Neylî angibt. Die Tuðra von Sultan; das war sein Namenszug und erfüllte neben ihrer Funktion als der Symbol der Machtausübung des Sultans auch die Funktion einer Unterschrift. Leider wurde die Tuðra von Sultan Mahmud I. auf dem Kopf stehend in die Steinmauern eingelassen.
Als weiteres Beispiel zu den Sehenswürdigkeiten gehört schließlich der Türkenschanzpark in der Gregor-Mendel-Strasse/Hasenauerstrasse. Hier standen vormals die Schanzen, also die Befestigungswerke des Osmanischen Heeres, die noch bis ins letzte Jahrhundert erkennbar waren. Der wunderschön grüne Park mit kleinen Seen, der sich heute auf ein Grundstück von 100.000 m² erstreckt, wurde erstmals von Kaiser Franz Joseph 1888 eröffnet. Beim Betreten des Parks sieht man an den Torsäulen der Eingänge Halbmond und Stern und innerhalb des Parks befindet sich der wunderschöne “Yunus – Emre – Brunnen”, der als Zeichen der Freundschaft zwischen Wien und der Türkei 1991 von der Türkei gestiftet wurde. Yunus Emre, der vor 750 Jahren als türkischer Mystiker und Friedensverfechter lebte und über 360 uns bekannte Gedichte der Nachwelt hinterließ, schreibt in seinen Versen:

Nicht etwas zu behaupten kam ich,
Um zu lieben kam ich
Des Freundes Wohnung sind die Herzen
Um Herzen aufzubauen kam ich

Seinen Gedanken und Wünschen folgend hoffen wir auf eine immerwährende von Toleranz und gegenseitiger Achtung umgebener Freundschaft zwischen allen Österreichern und Türken, wo “jedermann in seinem Mitmenschen nicht das Trennende, sondern das Verbindende” sieht und wertet.







Quelle: „DAS TÜRKISCHE GESICHT WIENS“

Kerstin Tomenendal

__________________
İmtisali cahidu fillah olubtur niyetim,
Dini islamın mücerred gayretidir gayretim.
Fazlı Hak ve hikmeti cündü ricalullah ile,
Ehl-i küfrü serteser kahreylemektir niyetim.
Embiyau evliyaya istinadım var benim,
Lütfü Haktandır hemen ümidi fethu ve nusratım.
Nefsim ve malımla nola kılsam cihanda içtihad,
Hamdülillah var gazaya sad hazaran rağbetim.
Ey Muhammed! Mucizatın Ahmedi muhtar ile,
Umarım galib ola Edayı dine devletim!
  Alıntı ile Cevapla
Cevapla

Lesezeichen

Seçenekler
Stil

Yetkileriniz
Konu Acma Yetkiniz Yok
Cevap Yazma Yetkiniz Yok
Eklenti Yükleme Yetkiniz Yok
Mesajınızı Değiştirme Yetkiniz Yok

BB-Code ist Açık.
Smileler Açık
[IMG] Kodları Açık
HTML-Kodu Kapalı
Trackbacks are Açık
Pingbacks are Açık
Refbacks are Açık
Hizli Erisim

Benzer Konular
Konu Konuyu Başlatan Forum Cevaplar Son Mesaj
Freundschaft zwischen einem Mädchen und einen Jungen EmRe Islam-Infocenter 3 07.09.2008 22:59
Eine Gegenüberstellung von Islam und Demokratie alptraum Islam aktuell 8 15.09.2007 21:57
Kann sich ein Mensch allein durch seine Absicht retten? alptraum Islam-Infocenter 0 02.02.2007 19:41
Eine Freundschaft durch die gemeinsame Historie: alptraum Islam-Infocenter 0 02.02.2007 17:41



WEZ Format +2. Şuan Saat: 18:17.


Powered by vBulletin® Version 3.7.2
Copyright ©2000 - 2008, Jelsoft Enterprises Ltd.

Template-Modifikationen durch TMS
IslamForumAd Management RedTyger