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Freitagsansprache: Gute Umgangsformen
Alt 05.08.2007, 10:25   #4 (permalink)
alptraum
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Standart Freitagsansprache: Gute Umgangsformen

Dr. Ali Eraslan hielt diese Khutba, Freitagsansprache am 15. Februar 2007 für die Islamische Glaubensgemeinschaft.



Verehrte Muslime!
Jede Institution, unter deren Rechtleitung sich Menschen gegeben, stellt für die einzelnen Individuen und die Gemeinschaft, die sich an ihre Leitung hält, bestimmte Regeln auf; unabhängig davon,. ob diese Institution eine göttliche oder eine menschliche ist. Der Islam als letzte offenbarte Religion hat für seine Anhänger bestimmte Regelungen im Bereich des Glaubens, der Glaubenspraxis, in zwischenmenschlichen Beziehungen und im Bereich der Moral und der Ethik getroffen. Ein Leben nach diesen Regeln gewährt demjenigen, der diese befolgt- unabhängig davon ob er daran glaubt oder nicht- die Sicherheit, dass er damit seine eigene Zufriedenheit erreicht. Besonders das Leben dieser Regeln in der eigenen Person und in der Gesellschaft und das Einhalten der empfohlenen Umgangsformen sind hinsichtlich der Akzeptanz des Islams in der Gesellschaft für den Muslim besonders wichtig.


„Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen erstand. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte und glaubt an Allah.“ (Sure Al-Imran,110)

Besonders in der heutigen Zeit, in der jede Form der Verantwortungslosigkeit und Missachtung jeglicher Geflogenheiten überhand nimmt, ist es eine Verantwortung eines jeden Muslims zu seiner eigenen Zufriedenheit und der Glückseligkeit für den anderen Menschen, die Umgangsformen und moralischen Richtlinien, die uns der Islam gebracht hat, umzusetzen. In dieser Hutba will ich deswegen von diesen Umgangsformen berichten, auch wenn mir die Zeit nicht reichen wird, um das Thema umfassend zu behandeln. Insbesondere für unsere jungen Geschwister sollte diese eine Richtschnur für ihr Leben sein.

Verehrte Geschwister!

Unser Herr, der im Koran fragt „Meint der Mensch etwa, er würde sich selber überlassen sein?“ (Sure Alqiyamah,36) zeigt uns im Koran und der Prophet, der uns „wahrhaftig als Lehrer“ gesandt wurde, in seiner Sunna, was diese grundlegenden Regeln des Umgangs sind und sie verlangen von uns, dass wir diese in unserem Leben umsetzen. Die ersten Regeln, die wir in dieser Hinsicht befolgen haben, sind die Gebote bezüglich der täglichen Gebete und die empfohlenen Verhaltensweisen. Diese können wir wie folgt zusammenfassen:

Die Kleider, die wir tragen, sollten in erster Linie aus sauberen und helal Bestandteilen bestehen und den Kleidungsvorschriften des Islams genügen. Besonders eine Kleidung, die unter den Menschen eine abstoßende Wirkung hat und den Islam über die Person des Tragenden erniedrigt, sollte nicht getragen werden.

Haare und Bart werden gepflegt, insgesamt sollte das gesamte Aussehen sauber sein. Denn „unser Herr ist schön und liebt das Schöne.“

Es sollte darauf sehr geachtet werden, dass die Speisen und die Getränke, die man zu sich nimmt, helal sind. Vor und nach dem Essen sollten die Hände gewaschen, das Essen sollte mit einem „Bismillah“ angefangen und mit einem „El-hamdülillah“ beendet werden. Außerdem sollte zum Essen die rechte Hand angesetzt werden. Auch sollte beim Essen nicht Schlecht und Schlimm gesprochen werden.
Auch sollte während des Essens daran gedacht werden, nicht zu sagen oder zu tun, was den Appetit der anderen verderben könnte. Insbesondere sollte man nicht verschwenderisch mit den Speisen umgehen. Bei einem gemeinsamen Essen sollte man für das Aufstehen warten, bis alle mit dem Essen fertig sind.

Beim Sprechen sollte man die Wirkung seiner Worte vorher bedenken. Worte die weder für das Diesseits, noch für das Jenseits einen Nutzen haben, sollten unterlassen werden, sie sollten auch niemanden verletzen. In die Worte anderer sollte man nicht fallen und auch nicht so laut sprechen, dass es andere beunruhigt. Die Worte sollten dem Niveau des Gegenübers entsprechen, mit dem Loben sollte man nicht übertreiben, sinnloses Gerede sollte man unterlassen. Insbesondere sollte der Redende nicht überheblich sein und seinen Gegenüber auch nicht bloßstellen. Außerdem sollte man seine Zunge nicht an Schimpfwörter und Flüche gewöhnen, sich nicht der Lüge nähern und besonders keine falsche Eide ablegen. Niemand sollte hinter jemand anderem herreden, Geheimnisse, die ihm anvertraut wurden, bewahren.

So antwortete unser Prophet (SAW) zu jemandem, der nach dem Weg der Erlösung fragte: „Bewahre deine Zunge.“

Den Sitten und Bräuchen in der Gesellschaft sollte Beachtung geschenkt werden und der Muslim sollte sich diesen entsprechend verhalten. Dazu gehört, dass ein Muslim seine Umwelt sauber hält. Seinen Müll sollte er nicht einfach in die Natur entsorgen. Wir sollten den Menschen zeigen, dass mit Herumspucken auf der Strasse und mit dem Verdrecken unseres eigenen Lebensraums kein angenehmes Leben gelebt werden kann. Die Menschheit sollte dies gerade von uns lernen.

Sich gegenseitig zu Grüßen ist eines der wichtigsten Brücken, um Zusammenhalt und Nächstenliebe unter den Menschen zu säen. Aus diesem Grund sollte der Muslim überall seinen Friedensgruß ausweiten.

Besonders sollte der Muslim darauf achten, dass er gute Beziehungen zu den Menschen, mit denen er lebt, knüpft. Wir sollten gegenüber unseren Freunden auf der Arbeit in der Schule und in anderen Bereichen gütig sein, auch wenn sie einer anderen Religion angehören und keinesfalls grob und unhöflich gegenüber diesen sein. Unser Prophet (SAW) sagt: „Der Mu`min ist friedlieben. Er kommt mit anderen gut aus, andere kommen mit ihm gut aus. Wer mit anderen nicht gut auskommt und mit wem man nicht gut auskommen kann, bei dem ist keine Wohltat.“

Verehrte Muslime!

Wir müssen diese Grundregeln des Islams für den gegenseitigen Umgang in unserem Leben vorleben und unserer Verantwortung gerecht werden. Lasst uns wie es unser Herr im Koran sagt ein Beispiel für die andere Menschen sein. „Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen erstand. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Unrechte und glaubt an Allah.“ (Sura Al- Imran, 110)

Dr. Erarslan Ali
Erster Imam
Der
Islamischen Gemeinde
Für
Wien/NÖ und Burgenland
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İmtisali cahidu fillah olubtur niyetim,
Dini islamın mücerred gayretidir gayretim.
Fazlı Hak ve hikmeti cündü ricalullah ile,
Ehl-i küfrü serteser kahreylemektir niyetim.
Embiyau evliyaya istinadım var benim,
Lütfü Haktandır hemen ümidi fethu ve nusratım.
Nefsim ve malımla nola kılsam cihanda içtihad,
Hamdülillah var gazaya sad hazaran rağbetim.
Ey Muhammed! Mucizatın Ahmedi muhtar ile,
Umarım galib ola Edayı dine devletim!
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